Laufende Forschungsprojekte

     

EFRE-Projektnummer:   4123-0088#2026/0005-0801 8401

Förderziel: „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum” (IBW)
Förderinhalt: „Aufbau technologieorientierte Kompetenzfelder MWVLW“
Förderperiode: 2021 – 2027

HYDRA
(HYdrogen-related Damage Risk Assessment)

Analyse- und Bewertungskompetenz im Kontext der Wasserstoffversprödung: Differenzierung versagensrelevanter Mechanismen bei Belastung mit unterschiedlichen Wasserstoffarten

01.07.2026 – 30.06.2028

 

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Kooperationspartner:

Fachgebiet "Werkstoffkunde & Werkstoffprüfung" der Hochschule Kaiserslautern (WWHK)

 

     

 

Motivation

Als klimafreundlicher Energieträger spielt grüner Wasserstoff eine zentrale Rolle für die Energiewende und die Dekarbonisierung von Industrie, Mobilität und Energieversorgung. Gleichzeitig stellt sein Einsatz jedoch hohe Anforderungen an metallische Werkstoffe, da Wasserstoff in das Material eindringen, Wasserstoffversprödung verursachen und mechanische Eigenschaften beeinträchtigen kann. Für den sicheren Einsatz wasserstoffführender Komponenten sind daher zuverlässige Analyse- und Bewertungsverfahren erforderlich.

Ziel des Projekts

HYDRA – HYdrogen-related Damage Risk Assessment – entwickelt Grundlagen für die zuverlässige Bewertung wasserstoffbelasteter metallischer Werkstoffe. Wasserstoffkonzentrationen und -verteilungen sollen mit mikrostrukturellen Veränderungen und mechanischen Schädigungsprozessen korreliert werden, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Werkstoffe sowie Bauteile sicher auszulegen.

Aufgaben des IFOS

Das IFOS untersucht Wasserstoffverteilungen sowie wasserstoffbedingte Schadbilder mit oberflächen- und tiefenaufgelösten Analyseverfahren. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung massenspektrometrischer Methoden für eine sensitive und quantitative Wasserstoffanalytik.

Förderung

Das Projekt HYDRA wird aus Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Landes Rheinland-Pfalz kofinanziert. Es wird im Rahmen des EFRE-Programms Rheinland-Pfalz 2021–2027 im Förderschwerpunkt „Auf- und Ausbau von technologieorientierten Kompetenzfeldern“ gefördert. Bewilligungsbehörde ist das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima (MWTEK) Rheinland-Pfalz.

 

 

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Ausgewählte Publikationen:

 

Ausgewählte Konferenzbeiträge:

 

CZS-Projektnummer:   P2023-02-011

Förderprogramm „CZS Durchbrüche“
Ausschreibung „CZS Durchbrüche 2024: Faire Rohstoffe für neue Technologien“

FairTools

Neue Werkzeuge für die Fertigung ohne Kobalt und Wolfram

01.09.2024 – 31.08.2030

Kooperationspartner:

Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern - Landau (RPTU)

Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK)
Lehrstuhl für Computational Physics in Engineering (CPE)
Lehrstuhl für Technische Mechanik (LTM)
Arbeitsgruppe Werkstoffprüfung (AWP)

 

Ziel von FairTools

Die erste Patentanmeldung für Hartmetall erfolgte 1923, ursprünglich für die Glühbirnenindustrie. Heute ist Hartmetall, vor allem in Form von Zerspanungswerkzeugen, essenziell für die industrielle Produktion. Jedoch werden die Hauptbestandteile, Kobalt und Wolframcarbid, wegen sozialer und politischer Probleme kritisch bewertet, u.a. aufgrund von Konfliktfinanzierung und schlechten Arbeitsbedingungen. Der weltweit steigende Bedarf, insbesondere durch Lithium-Ionen-Batterien und Werkzeuge, verschärft diese Problematik.

Das Projekt FairTools verfolgt das Ziel, nur noch fair erzeugte Rohstoffe für Werkzeuge einzusetzen, und setzt dabei auf drei operative Strategien:

  1. Recycle: Aufbau einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft für Hartmetallwerkzeuge.
  2. Reduce: Materialeinsparung durch additive Fertigung (Reduktion auf <50%).
  3. Replace: Vollständige Substitution von Kobalt und Wolfram durch neue Materialien.

Diese Ansätze sollen die ökologischen, sozialen und versorgungssicherheitsbezogenen Herausforderungen adressieren.

Aufgabe des IFOS

Das IFOS analysiert die chemischen und morphologischen Eigenschaften der Oberflächen, Beschichtungen und Grenzflächen der neuartig produzierten Werkzeuge und deren Ausgangsmaterialien mit Hilfe der instrumentellen Oberflächenanalytik, um auf Grundlage dieser Daten zur Optimierung von Prozessparametern beizutragen sowie die erfolgreiche Herstellung der Werkzeuge zu verifizieren.

Ziele:

  • Sammlung von Messdaten zur Einspeisung und Verbesserung der Simulationsmodelle (z.B. Pulverzusammensetzung, Korngrößen, …).
  • Identifikation chemischer und morphologischer Schwachstellen, insbesondere auch im Interface zwischen Werkzeugbeschichtung und Rohling, und darauf aufbauende Lösungen zur Optimierung von Prozessparametern bei der Werkzeugherstellung.
  • Analytischer Nachweis der erfolgreichen Herstellung neuartiger Werkzeuge mit defektfreien und verschleißfesten Werkzeugoberflächen.

Ausgewählte Publikationen:

 

Ausgewählte Konferenzbeiträge: